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Stacheldraht

Verzweiflung und Wut die ständig ringen
Sich beißen, schneiden und zerstechen
Wie Stacheldraht tief in mein Fleisch dringen
Und kann nicht brechen, kann nicht brechen

Unerreichbar, unerreichbar wie stets
Falsche Ziele und falsche Wünsche
Stumm verklingen die Worte meines Gebets
Ich zum tausendsten Mal mein Herz verwünsche

Nein! Diesmal nicht. Nie mehr wie heute
Dieses Mal darf es nicht so sein
Und ich werde nicht klüger, bleibe ewig die Beute
Der Grund, der Sinn, das Leben, es wird nie mein

Ich will nicht, ich drehe mich fort
Lasst mich atmen, lasst mich leben
S'ist dieses Zimmer, die Wohnung, der Ort
Und ich kann mir selbst nicht mehr vergeben

Es geht nicht weiter, aber voran
Sterben, wie dein Name sagt
Was ich nicht benennen kann zieht mich an
Etwas, dem ich nicht zu entrinnen vermag

Und ich klammere an mein Verderben
Fest. So fest es nur irgend geht
Jetzt ist noch Kraft den Schmerz zu verbergen
Doch bald schon meine Selbsttäuschung vergeht

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© 2005 Elanor/Belial