Stilleben
Ich
bin nicht müd' und auch nicht wach
Kein Kummer lastet schwer auf mir
Gedanken drehen sich leise, gemach
Das Morgen ist noch lang' nicht hier
Was
war und ist, das liegt so weit
Verhüllt von tausend schwarzen Schleiern
Ich wähn mich sicher und befreit
in einem Kleid, so undurchdringbar bleiern
Stille,
so tiefe Stille die mich sanft umfängt
Verträumt schließ ich die Augen und schau
Fragend ob ihr noch manchmal an mich denkt
Seh schmerzhafte Bilder die ich nicht bedauer
S'ist
unnötig zu sagen, dass ich euch liebe
Jeder hat es gewusst und doch nicht sehen wollen
Unnötig wie alles, was mir je verbliebe
Vielleicht hat es damals einfach nicht sein sollen
Ich
bin nicht klüger, jetzt wo ich allein
Nur innen leerer, abgesehen von wehvoller Erinnerung
Nun ist es gleich, nun kann ich alles sein
Brauche weder dich noch die anderen zu meiner Heilung
Und
schlafen werde ich, endlich ruhen
Verblassen, vergehen soll mein einst'ges Bestreben
Werd' neue Welten bauen, neue Werke tun
Nur mein Herz und Hoffnung mag weiter bestehen